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Juli 01 2026 In der Hitze des Gefechts…
Nun endlich soll Kunde davon zu Euch gelangen, wie es dem kleinen Collie Quilla in den ersten Stunden bei uns ergangen ist:
Gut!
Bisschen kurz? Also dann: Wir hatten eigentlich geplant, auf der Tour zu Susanne so gegen halb zehn eine Frühstückspause bei einem Bäcker einzulegen. Tina, ich und an der Ladesäule nebenan mein kürzlich erworbenes E-Auto. Das sollte uns dazu verhelfen, ohne Hungergefühl und zusätzlichen Ladestopp bis nach Hause zu kommen. Also schnell ein paar Käsebrötchen, “due Cappuccini” und einige leckere Kilowattstunden eingeworfen und dann weiter zu unserer Quilla. Da es mittags mächtig heiß zu werden drohte, blieben wir nur kurz, knuddelten die erwachsenen Hunde, redeten noch kurz mit Susanne und dann ging es ab nach Hause. Doch leider war nach einem Lkw-Unfall das Hattenbacher Dreieck gesperrt. Also umfuhren wir den Stau, hatten aber plötzlich vierzig Kilometer und eine halbe Stunde mehr zu fahren. In Kassel schnell die Blase entleert und in der Zeit nur zur Sicherheit noch ein paar kWh auf die Batterie gepackt – und schon ging es weiter, zum Glück ohne weitere Überraschungen.
Die Erstbegegnung in unserem Garten war allerdings eine kleine Überraschung. Als Erstes kam Emmett zu Quilla, und wie schon bei Nadira war er ziemlich aufgeregt, bellte und zog zu ihr. Und dann machte dieser winzige Colliewelpe dem erwachsenen Kooikerrüden eine mächtige Ansage, schoss in seine Richtung und nordete ihn mit einem „Rrrrafff“, das so tief war, dass wir erst mal ungläubig auf dieses bisschen Hund schauten, ein. Frei nach dem Motto: „Kannst gerne herkommen, aber sei höflich!“
Danach verlief alles ruhig und gesittet, die beiden beschnupperten sich und ich hätte das Geschehen fast als Einbildung abgetan – fast …
Als Zweites kam Dori in den Garten, natürlich auch an der Leine, und man sah ihr an, dass ihr das Oxytocin praktisch aus den Ohren lief und sie auf das Programm „Pflegen, Beschützen, Erziehen“ umgeschaltet hatte. Also nix wie hin zu dem Welpi, und dann kam – richtig geraten: „Rrrrafff!“
Da macht dieser kleine Welpe sogar Dori eine Ansage. Glaubt man das? Wir drei (unsere Hunde- und Menschentrainerin Birgit war natürlich dabei) schauten uns etwas ungläubig an.
Als Dori dann etwas entspannter auf Quilla zuging, durfte sie natürlich auch sofort putzen etc. Die kleine Quilla hat schon ein ziemliches Standing. Das hatten wir bereits im Umgang mit ihren Geschwistern beobachten können, aber dass sie das hier genau so zeigen würde, hätten wir niemals gedacht.
Und dann kam Nadira. Sie ging weniger direkt auf Quilla zu. Und die Kleine wollte auch sofort zu ihr, nur Dori ließ das gar nicht erst zu. Sie verscheuchte Nadira mit heftigstem Knurren, und wir mussten Dori und Nadira erst einmal in sicherer Entfernung zum Welpen wieder zueinanderführen. Dann näherten sich Tina und Birgit mit Nadira und Dori ganz langsam an und kurze Zeit später lagen alle beisammen auf dem Rasen.
Nur etwas mehr als eine Stunde nach der ersten Begegnung mit Emmett schliefen Dori und Quilla bereits Rücken an Rücken auf dem Rasen und verarbeiteten die vielen neuen Eindrücke. Und auch wenn Emmett noch etwas skeptisch guckt: Hier leben alle so miteinander, als würden sie das schon ewig tun. Bei den Wachstumsschüben sind wir auch mal zu langsam, wenn die Kleine Pipi muss, und bei Langeweile – immer dann, wenn wir gerade mal für drei Sekunden wegschauen – wird auch mal eine Ecke Tapete an- oder auch abgekaut (das ist scheinbar genetisch bedingt, die große Schwester hat das genau so gemacht). Nadira und Quilla spielen viel im Garten, Dori knurrt beide immer mal wieder an, was zu etwa siebzig Prozent ignoriert wird. Ich liebe diese Hunde, sie sind einfach hammergeil!
Inzwischen hatten wir hier übrigens mehrere heftige Gewitter. Emmett flüchtet dann ins Gästeklo (wie immer bei Gewitter und Feuerwerk) und der Rest schläft einfach weiter oder widmet sich den Tapeten (!), als wäre nix geschehen – eben auch unser Neuzugang.
Im Augenblick fühlt sich das alles einfach nur „RICHTIG“ an. Natürlich werden auch andere Zeiten kommen, Welpenkoller sind nun mal immer möglich und Hitzewellen kommen ja immer öfter, aber wir wissen ja, wo wir Hilfe bekommen (zumindest, was die Wauzis angeht). Neueste Bilder kommen in den nächsten Beiträgen, ich muss das hier alles erst mal ein wenig verarbeiten, mich abkühlen und an den kleinen Fratz gewöhnen. Mit Freudentränen und/oder Schweiß in den Augen fotografiert es sich nämlich gar nicht so einfach.
Bis bald, Ihr Lieben! Euer glücklicher Salli