Zwischen Sonnenanbetern, Frisbee-Jägern und den ersten Rosenknospen

Schon wieder Sommer? Hatten wir nicht gefühlt erst gestern den dicken Kamin im Flur weggerissen, die Vorderfassade auf links gedreht und uns im kalten Winterwind nach ein bisschen Wärme gesehnt? Und schwups – fliegt die Zeit an uns vorbei, der Juni steht vor der Tür und unser Garten explodiert in den schönsten Farben.

Es ist doch jedes Jahr aufs Neue ein absolut magischer Moment. Wenn man morgens mit den Hunden herausgeht, die Nase in den Wind hält und sieht, wie die Natur nach dem langen Winterschlaf wieder voll da ist. Das Wichtigste vorweg: Unserer Rasselbande geht es blendend! Während sich die Kooikerhondje Dori und Emmett faul in der warmen Sonne ahlen und das Leben genießen, kennt unser Collie Nadira kein Halten mehr – sie flitzt wie ein geölter Blitz über den Rasen, immer den Bällen und Frisbees hinterher.

Alle Jahre wieder warten wir voller Vorfreude darauf, dass uns die Königin der Blumen mit ihrer prachtvollen Blüte erfreut. Jede einzelne Knospe, die sich öffnet, ist wie ein kleines Geschenk und bringt ein Stück pure Gartenfreude zurück. Wer braucht da schon Urlaub in der Ferne, wenn das Paradies direkt vor der Terrassentür liegt?

Den wunderbaren Startschuss machte in diesem Jahr übrigens die Kletterrose Ilse Krohn Superior. Was für eine Pracht! Sie hat uns tatsächlich die allererste Blüte der Saison geschenkt. Diese elegante Sorte aus dem Hause Kordes ist ein echter Traum in Cremeweiß. Die Blüten sind riesig, stark gefüllt und strahlen richtiggehend vor dem tief dunkelgrünen, gesunden Laub. Aber das Beste ist dieser süße, intensive Duft. Einmal tief einatmen – und man hat sofort dieses wohlige Sommergefühl im Bauch.

Kurz darauf gesellte sich dann auch schon die Nummer Zwei dazu: unsere Kletterrose Naheglut. Manche kennen sie vielleicht auch unter dem passenden Namen „That’s Jazz“ – und was soll ich sagen? Ich, Salli, liebe nun mal Jazz!

Sie bildet den perfekten, Kontrast zum zarten Weiß der Ilse Krohn. Ihre samtig dunkelroten, edel geformten Blüten sind ein Blickfang im Garten. Das Tolle an ihr ist, dass sie extrem ausdauernd blüht und uns meistens bis weit in den Herbst erfreut. Selbst wenn das Wetter mal typisch norddeutsch umschlägt und es ungemütlich wird – die Naheglut trotzt dem Regen problemlos und verströmt unbeeindruckt ihren klassischen Rosenduft.

Und jetzt? Jetzt stehen wir natürlich wieder ungeduldig in den Startlöchern und beobachten täglich die nächsten Knospen. Wir warten nämlich schon ganz gespannt auf zwei absolute Highlights: die faszinierende Leo Ferre und – natürlich – unsere ganz eigene, Namenspatronin „Grannys Rose“!

Die Leo Ferre ist übrigens eine französische Edelrose, die ein echtes Farbspektakel abliefert. Ihre Blüten zeigen ein absolut verrücktes, zweifarbiges Kunstwerk: In der Mitte leuchtet sie in einem hellen Cremeweiß bis sanftem Gelb, während die Blattränder in ein kräftiges Karminrot getaucht sind. Ein echtes visuelles Feuerwerk!

Und unsere kleine „Granny“? Die einzigartige Beetrose ist mit ihren leicht gefüllten, nostalgisch rot-rosa-gelben Blütensträußen einfach der Inbegriff von Charme und passt perfekt zu uns. Wenn die erst einmal loslegt, gibt es kein Halten mehr.

Es bleibt also spannend im Garten. Wir drücken jetzt erst mal metaphorisch auf die Bremse, genießen den Ausblick, versuchen Nadira vom Rosenbeet fernzuhalten und freuen uns auf das große Aufblühen!

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