• In der Hitze des Gefechts…

    Nun endlich soll Kunde davon zu Euch gelangen, wie es dem kleinen Collie Quilla in den ersten Stunden bei uns ergangen ist:

    Gut!

    Bisschen kurz? Also dann: Wir hatten eigentlich geplant, auf der Tour zu Susanne so gegen halb zehn eine Frühstückspause bei einem Bäcker einzulegen. Tina, ich und an der Ladesäule nebenan mein kürzlich erworbenes E-Auto. Das sollte uns dazu verhelfen, ohne Hungergefühl und zusätzlichen Ladestopp bis nach Hause zu kommen. Also schnell ein paar Käsebrötchen, “due Cappuccini” und einige leckere Kilowattstunden eingeworfen und dann weiter zu unserer Quilla. Da es mittags mächtig heiß zu werden drohte, blieben wir nur kurz, knuddelten die erwachsenen Hunde, redeten noch kurz mit Susanne und dann ging es ab nach Hause. Doch leider war nach einem Lkw-Unfall das Hattenbacher Dreieck gesperrt. Also umfuhren wir den Stau, hatten aber plötzlich vierzig Kilometer und eine halbe Stunde mehr zu fahren. In Kassel schnell die Blase entleert und in der Zeit nur zur Sicherheit noch ein paar kWh auf die Batterie gepackt – und schon ging es weiter, zum Glück ohne weitere Überraschungen.

    Die Erstbegegnung in unserem Garten war allerdings eine kleine Überraschung. Als Erstes kam Emmett zu Quilla, und wie schon bei Nadira war er ziemlich aufgeregt, bellte und zog zu ihr. Und dann machte dieser winzige Colliewelpe dem erwachsenen Kooikerrüden eine mächtige Ansage, schoss in seine Richtung und nordete ihn mit einem „Rrrrafff“, das so tief war, dass wir erst mal ungläubig auf dieses bisschen Hund schauten, ein. Frei nach dem Motto: „Kannst gerne herkommen, aber sei höflich!

    Danach verlief alles ruhig und gesittet, die beiden beschnupperten sich und ich hätte das Geschehen fast als Einbildung abgetan – fast …

    Als Zweites kam Dori in den Garten, natürlich auch an der Leine, und man sah ihr an, dass ihr das Oxytocin praktisch aus den Ohren lief und sie auf das Programm „Pflegen, Beschützen, Erziehen“ umgeschaltet hatte. Also nix wie hin zu dem Welpi, und dann kam – richtig geraten: „Rrrrafff!

    Da macht dieser kleine Welpe sogar Dori eine Ansage. Glaubt man das? Wir drei (unsere Hunde- und Menschentrainerin Birgit war natürlich dabei) schauten uns etwas ungläubig an.

    Als Dori dann etwas entspannter auf Quilla zuging, durfte sie natürlich auch sofort putzen etc. Die kleine Quilla hat schon ein ziemliches Standing. Das hatten wir bereits im Umgang mit ihren Geschwistern beobachten können, aber dass sie das hier genau so zeigen würde, hätten wir niemals gedacht.

    Und dann kam Nadira. Sie ging weniger direkt auf Quilla zu. Und die Kleine wollte auch sofort zu ihr, nur Dori ließ das gar nicht erst zu. Sie verscheuchte Nadira mit heftigstem Knurren, und wir mussten Dori und Nadira erst einmal in sicherer Entfernung zum Welpen wieder zueinanderführen. Dann näherten sich Tina und Birgit mit Nadira und Dori ganz langsam an und kurze Zeit später lagen alle beisammen auf dem Rasen.

    Nur etwas mehr als eine Stunde nach der ersten Begegnung mit Emmett schliefen Dori und Quilla bereits Rücken an Rücken auf dem Rasen und verarbeiteten die vielen neuen Eindrücke. Und auch wenn Emmett noch etwas skeptisch guckt: Hier leben alle so miteinander, als würden sie das schon ewig tun. Bei den Wachstumsschüben sind wir auch mal zu langsam, wenn die Kleine Pipi muss, und bei Langeweile – immer dann, wenn wir gerade mal für drei Sekunden wegschauen – wird auch mal eine Ecke Tapete an- oder auch abgekaut (das ist scheinbar genetisch bedingt, die große Schwester hat das genau so gemacht). Nadira und Quilla spielen viel im Garten, Dori knurrt beide immer mal wieder an, was zu etwa siebzig Prozent ignoriert wird. Ich liebe diese Hunde, sie sind einfach hammergeil!

    Inzwischen hatten wir hier übrigens mehrere heftige Gewitter. Emmett flüchtet dann ins Gästeklo (wie immer bei Gewitter und Feuerwerk) und der Rest schläft einfach weiter oder widmet sich den Tapeten (!), als wäre nix geschehen – eben auch unser Neuzugang.

    Im Augenblick fühlt sich das alles einfach nur „RICHTIG“ an. Natürlich werden auch andere Zeiten kommen, Welpenkoller sind nun mal immer möglich und Hitzewellen kommen ja immer öfter, aber wir wissen ja, wo wir Hilfe bekommen (zumindest, was die Wauzis angeht). Neueste Bilder kommen in den nächsten Beiträgen, ich muss das hier alles erst mal ein wenig verarbeiten, mich abkühlen und an den kleinen Fratz gewöhnen. Mit Freudentränen und/oder Schweiß in den Augen fotografiert es sich nämlich gar nicht so einfach.

    Bis bald, Ihr Lieben! Euer glücklicher Salli

  • Nadira wurde entführt!

    Und zwar von Außerirdischen. Wir haben sogar ein Beweisfoto (siehe oben).

    Für alle Leichtgläubigen, die jetzt Panik bekommen und denken: “ES GIBT SIE DOCH! ICH WUSSTE ES SCHON IMMER.”…

    … seid beruhigt, das angebliche Beweisfoto ist ein KI-Fake, täuschend echt, aber eben ein Fake 🙂

    Und doch, irgend etwas ist mit meiner geliebten Nadira, meinem post-pubertären Riesen-Welpi passiert. Man könnte meinen, sie wäre plötzlich erwachsen geworden. Sie schaut ganz anders aus der Wäsche, reckt den Kopf etwas nach oben und guckt dabei fast schon besorgt nach unten, in Richtung Welpe. Und irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, ich hätte diesen Blick schon einmal gesehen und ich fragte mich die ganze Zeit “Wo?” und “Wann?“.

    Und dann wurde es mir klar und schon schossen mir (mal wieder) die Tränen in die Augen, denn mir fiel dieses ikonische Bild ein, wo Smilla und Justin besorgt zu der kleinen Barbra hinabsahen, einem unserer Kooikerwelpen aus dem B-Wurf.

    Smilla, Barbra und Jussie

    Es ist fast so, als hätte jemand aus Smilla, Jussie und Nadira einen neuen Hund geschmiedet. Liebevoll bemüht um Quilla, ständig zu Spiel und Spaß bereit, aber sofort bei ihr, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist.

    Und wenn die Beiden dann richtig anfangen zu spielen, dann ist das fast wie ein Tanz. Die Bewegungen wirken nahezu ritualisiert, Abwehr folgt auf Angriff, dann eine Finte, ein Ausfall und so weiter und so fort. Nach einer Weile des Zusehens wird einem erst richtig klar, dass da ein acht Wochen alter Welpe mit einem ausgewachsenen Exemplar kämpft, dass da sechs Kilogramm Hund mit dem fünf- bis sechsfachen “kämpfen”.

    Und doch, trotz des Gewichts- und Größenunterschieds herrscht ein Equilibrium, ein Gleichgewicht der Kräfte, denn das, was Quilla und Nadira da zeigen ist kein Kampf, es ist eine Choreografie. Klar, Nadira nimmt sich zurück und lässt Quilla immer wieder die Möglichkeit, einen “Sieg” davon zu tragen, nur um wenige Minuten später die kleine Maus auf den Rücken zu drehen, zart, sanft und nie mit roher Kraft.

    All das geschieht seltsam leise. Es wird weder gebellt noch geknurrt, nur ab und zu hört man das collie-typische “Klapp-klapp”, wenn eine der Beiden Ober- und Unterkiefer zusammenschlägt, als Herausforderung an den Gegner: “Na los, komm doch!”

    Sollte es doch mal zu heftig werden, halten Beide plötzlich inne, wie auf Kommando. Dann wird sich kurz beschnuppert, noch ein wenig die Schnute der jeweils anderen geleckt und dann geht es erst langsam und dann immer heftiger weiter.

    Als Nadira in die Zahnung kam, gaben wir ihr jeden Abend eine gekühlte Möhre. Dann konnte sie ein wenig kauen und ihre Zähne kühlen. Nach einiger Zeit – die spitzen Welpen-Canini waren schon ausgefallen – fing sie dann an, mich anzuspielen. Wir waren allein in der Küche, nur Tina fungierte als Brillenhalter und innerhalb kürzester Zeit balgten wir auf dem Boden. Immer wieder hatte sie meine Ohren oder meine Nase, später meinen ganzen Kopf in ihrem Fang, doch nie bekam ich auch nur einen Kratzer. Natürlich versuchte ich, es ihr gleich zu tun und wir hatten einen Heidenspaß und ich viel Fell in meinem Mund.

    Heute weiß ich, dass Nadira es mir, einem kommunikationsbehinderten, plumpen, haarlosen Affen gestattete, ihr als quasi Sparringspartner zu dienen. Sehe ich heute unseren beiden Collies zu, bin ich Nadira für das Vertrauen und den Spass unglaublich dankbar. Aber gleichzeitig versuche ich möglichst wenig daran zu denken, was ich für ein Sack voller Kartoffeln war im Gegensatz zu diesen grazilen Wesen.

    Und so werde ich wohl nahezu jeden Abend die beste Unterhaltungssendung zu sehen bekommen, die es auf diesem Planeten gibt. Und vielleicht darf ich später ja auch mal ein bisschen mitmachen.

    Macht es gut Ihr Lieben, bis bald, Euer haarloser, aber sehr glücklicher Affe, Salli

  • Jetzt steht’s 2:2

    Dass der Wahnsinn bei Familie Sallinger Blasen schlägt ist bekannt, jetzt reicht es sogar zu einem Schaumbad. Zumindest werden das einige denken. Unwichtig, viel wichtiger ist dieser süße kleine Collie-Welpe, der heute bei uns ankam. Darf ich also vorstellen:

    Das ist Quilla (span. für Feder)

    Und auch wenn dieser Name verdächtig ähnlich wie “Smilla” klingt, so ist er dennoch nicht von mir. Quilla ist eine Halbschwester mütterlicherseits von Nadira und war in unserer Familienplanung (noch) nicht vorgesehen. Aber wenn jemand anders der Meinung ist, dass diese Blesse zu breit sei und er deshalb diese Schönheit nicht haben will…

    Und so trottete ich eines schönen Morgens zum Frühstückstische und meine Frau fragte: “Hast Du schon in Susannes (Nassler) Status geguckt? Nein? Dann tu es besser auch nicht!” Ja klar, das nutzt natürlich viel. Und so nahm das Schicksal seinen Lauf und kaum hatte ich das erste Bild von diesem anbetungswürdigen Welpen gesehen, spürte ich plötzlich einen süßen, leicht stechenden Schmerz…

    Und so ward ich getroffen von des caninen Cupidos Pfeil und in selig sanfter Sehnsucht sank ich darnieder. Wow, schöne Alliteration. Ja, so was kann ich.

    Kaum hatte ich mich wieder erhoben, klingelte bei Susanne Nassler das Telefon und Tina sagte zu Susanne: “Sag, dass sie schon weg ist!” und Susanne antwortete ganz unschuldig: “Nö, wieso?”. All das geschah an einem Mittwoch vor dreieinhalb Wochen.

    Am Samstag drauf waren wir in Flörsbach und die süße Quilla schmuste schamlos in jeder Minute in der sie nicht Pipi machte oder schlief mit uns. Und das, nachdem sie schon zwei anderen Familien die (eis)kalte Schulter gezeigt hatte und eine dritte Familie die Blesse zu breit fand.

    Ratet mal, wo wir am Samstag drauf waren…

    Und jetzt ist sie hier und ich bin irgendwie völlig geflasht, selig und glücklich und immer wieder ist mein Gesicht wegen Überflutung geschlossen. Aber nie lange, sind ja genug Zungen da, die das alles Auflecken, genügend Pfoten, die mich anstupsen und genügend Fell, mit dem ich kuscheln kann.

    Bis bald, Euer sehr glücklicher Salli

  • Manchmal frage ich mich…

    … wie all das gekommen ist. Immer wieder denke ich über die Wege nach, die zunächst ich und später wir gegangen sind. Wir haben so viel erlebt und so vieles von dem Erlebten hat mit Hunden zu tun. Wie kann ich all diesen Wesen, die unser Leben so geprägt haben und es lebenswert gemacht haben, gerecht werden?

    Natürlich weiß ich, wieso ich mir als Kind einen Hund gewünscht habe. Allein das Beitragsbild oben ist ein Hinweis, der mehr sagt als tausend Worte. Oder hätte ich vielleicht als Tierarzt in Afrika leben wollen, mit einem schielenden Löwen, einem Schimpansen und…

    Dann schon lieber die Florida Keys und ein schmusiger Delfin. Ich, als alte Wasserratte, hätte das genießen können und ich finde Delfine ja so…

    Oder vielleicht ein Känguru oder ein schwarzes Pferd? Nö, all das war dann doch nicht das Gelbe vom Ei und so blieb nur der Wunsch nach einem Collie (obwohl ich gerne ein Raumschiff mit einem spitzohrigen Wissenschaftsoffizier gehabt hätte). Und dann vergingen die Jahre und plötzlich…

    Ach wisst ihr, irgendwie finde ich, dass dieses Geschreibsel dem nicht gerecht wird, was geschah, was ich und später wir fühlten. Und je länger ich mir dieses Titelbild betrachte…

    So langsam entsteht irgendwo im hintersten Winkel meines Verstandes eine Idee. Und diese Idee findet auch Tina gut, also werden wir uns hinsetzen und brainstormen und versuchen unsere Geschichten zu erzählen. Wir werden versuchen zu erzählen, wie aus zwei Geschichten eine wurde. Wir werden erzählen, welche Herzen auf vier Pfoten uns begleitet haben und vielleicht, vielleicht ist das ein Weg, der mir dabei helfen kann, damit fertig zu werden, dass diese Wesen, die uns so wundervoll begleiten sterblich sind.

    Die meisten von Euch haben schon mal einen vierbeinigen Liebling gehen lassen müssen, ihr könnt vielleicht nachvollziehen, wie weh ein Abschied tut. Ich habe in zwanzig Jahren meines Lebens sechs solcher Verluste erlitten. Und deswegen werde ich mich jetzt an jedes dieser wunderbaren Wesen erinnern und all unsere Geschichten erzählen.

    Gehabt Euch wohl und schaut wieder rein, ich freu mich auf Euch,

    Salli

  • Erinnerungen im Spiegel

    Als ich den letzten Beitrag zu Ende gebracht hatte, nervten mich die Links zu den Internetanbietern der Rosen und so nahm ich sie wieder heraus. Nur den “Granny-Link” verschob ich zu “Die Geschichte von Granny’s Rose” Als ich dann fertig war, überprüfte ich den Link und begann unsere Geschichte nochmal zu lesen – ich muss zugeben, mit einigem zeitlichen Abstand zum letzten Mal. Und als ich zum Ende kam, zum “Kapitel IX”, da las ich folgendes:

    Viele meiner Wünsche aus den letzten vier Jahrzehnten sind in Erfüllung gegangen. Als Kind war mein größter Wunsch einen Hund zu haben, heute sind es vier.

    Und plötzlich liefen die Tränen, denn keiner dieser vier Hunde, die ich in diesem Zitat meinte, war mehr am Leben. Und wieder kam mir dieses seltsame Gefühl, dass ich meine wunderschönen Erinnerungen an Smilla und Justin, an Mimi mit ihren vierzehn traumhafen Söhnen und an Faye mit ihren zehn Welpen in einer Art Spiegel sehe. Von vorne betrachtet sind es Erinnerungen an Zeiten voller Glück, aber im Spiegel sehe ich die Rückseiten der Erinnerungen und auf ihnen steht ein Wort: “Vorbei!”

    Und so hat alles Schöne im Leben eben auch etwas Herzzerreißendes. In Japan heißt dieses philosophische Konzept “物の哀れ”, transkribiert “Mono no aware” und beschreibt in Anlehnung an den Buddhismus die bittersüße Vergänglichkeit, kein Gefühl schwermütiger Trauer, sondern eine sanfte Wehmut, das Bewusstsein, dass diese Vergänglichkeit dazu führen muss, das Jetzt und Hier zu genießen, so sehr es geht.

    Jedes Jahr manifestiert sich diese Philosophie zum Hanami, dem Kirschblütenfest, wenn die Japaner die Kirschblüten (Sakura) betrachten und feiern, immer im Bewusstsein, dass sie bald vom Winde verweht sein werden.

    Spätestens als wir Faye verloren, zerbrach etwas in mir. Jussie war gegangen, Smilla war weg und Mimi war auch schon fast vierzehn. Als Mimi von uns ging, hielt ich mich an Nadira fest. Und natürlich sind da auch noch diese beiden Geschenke, die uns Faye und Mimi gemacht haben: Dori und Emmett. Und so ist mein Herz zwar gekittet, aber ich weiß nicht so recht, ob es je wieder heil sein wird.

    Ich würde nie an einen meiner Hunde den Anspruch stellen, dass ER oder SIE so sein sollte wie ein Vorgänger. Nadira ist weder Smilla noch Jussie und natürlich sind unsere beiden Kooiker ganz eigene Persönlichkeiten, auch wenn wir durch sie oft an Faye und Mimi erinnert werden.

    Aber es fühlt sich trotzdem irgendwie nicht richtig an, es ist nicht rund, mir fehlt etwas. Ich bin nicht komplett und weiß nicht, ob ich das je wieder sein werde. Aber das wird mich nicht daran hindern, jede Minute mit meinen Vierbeinern zu genießen, egal ob wir raufen, spielen, schmusen, oder mir – wie so oft – eine überaus feuchte Colliezunge in einem meiner Ohren steckt.

    War das zu wehmütig? War das zu philosophisch? Egal, ich bin ich und so sehe ich die Welt. Und wenn Euch der Text gefallen hat, dann schaut wieder rein. Ich habe das Gefühl, ich werde jetzt wieder öfter etwas schreiben. In diesem Sinne, gehabt Euch wohl, Euer

    Salli

  • Zwischen Sonnenanbetern, Frisbee-Jägern und den ersten Rosenknospen

    Schon wieder Sommer? Hatten wir nicht gefühlt erst gestern den dicken Kamin im Flur weggerissen, die Vorderfassade auf links gedreht und uns im kalten Winterwind nach ein bisschen Wärme gesehnt? Und schwups – fliegt die Zeit an uns vorbei, der Juni steht vor der Tür und unser Garten explodiert in den schönsten Farben.

    Es ist doch jedes Jahr aufs Neue ein absolut magischer Moment. Wenn man morgens mit den Hunden herausgeht, die Nase in den Wind hält und sieht, wie die Natur nach dem langen Winterschlaf wieder voll da ist. Das Wichtigste vorweg: Unserer Rasselbande geht es blendend! Während sich die Kooikerhondje Dori und Emmett faul in der warmen Sonne ahlen und das Leben genießen, kennt unser Collie Nadira kein Halten mehr – sie flitzt wie ein geölter Blitz über den Rasen, immer den Bällen und Frisbees hinterher.

    Alle Jahre wieder warten wir voller Vorfreude darauf, dass uns die Königin der Blumen mit ihrer prachtvollen Blüte erfreut. Jede einzelne Knospe, die sich öffnet, ist wie ein kleines Geschenk und bringt ein Stück pure Gartenfreude zurück. Wer braucht da schon Urlaub in der Ferne, wenn das Paradies direkt vor der Terrassentür liegt?

    Den wunderbaren Startschuss machte in diesem Jahr übrigens die Kletterrose Ilse Krohn Superior. Was für eine Pracht! Sie hat uns tatsächlich die allererste Blüte der Saison geschenkt. Diese elegante Sorte aus dem Hause Kordes ist ein echter Traum in Cremeweiß. Die Blüten sind riesig, stark gefüllt und strahlen richtiggehend vor dem tief dunkelgrünen, gesunden Laub. Aber das Beste ist dieser süße, intensive Duft. Einmal tief einatmen – und man hat sofort dieses wohlige Sommergefühl im Bauch.

    Kurz darauf gesellte sich dann auch schon die Nummer Zwei dazu: unsere Kletterrose Naheglut. Manche kennen sie vielleicht auch unter dem passenden Namen „That’s Jazz“ – und was soll ich sagen? Ich, Salli, liebe nun mal Jazz!

    Sie bildet den perfekten, Kontrast zum zarten Weiß der Ilse Krohn. Ihre samtig dunkelroten, edel geformten Blüten sind ein Blickfang im Garten. Das Tolle an ihr ist, dass sie extrem ausdauernd blüht und uns meistens bis weit in den Herbst erfreut. Selbst wenn das Wetter mal typisch norddeutsch umschlägt und es ungemütlich wird – die Naheglut trotzt dem Regen problemlos und verströmt unbeeindruckt ihren klassischen Rosenduft.

    Und jetzt? Jetzt stehen wir natürlich wieder ungeduldig in den Startlöchern und beobachten täglich die nächsten Knospen. Wir warten nämlich schon ganz gespannt auf zwei absolute Highlights: die faszinierende Leo Ferre und – natürlich – unsere ganz eigene, Namenspatronin „Grannys Rose“!

    Die Leo Ferre ist übrigens eine französische Edelrose, die ein echtes Farbspektakel abliefert. Ihre Blüten zeigen ein absolut verrücktes, zweifarbiges Kunstwerk: In der Mitte leuchtet sie in einem hellen Cremeweiß bis sanftem Gelb, während die Blattränder in ein kräftiges Karminrot getaucht sind. Ein echtes visuelles Feuerwerk!

    Und unsere kleine „Granny“? Die einzigartige Beetrose ist mit ihren leicht gefüllten, nostalgisch rot-rosa-gelben Blütensträußen einfach der Inbegriff von Charme und passt perfekt zu uns. Wenn die erst einmal loslegt, gibt es kein Halten mehr.

    Es bleibt also spannend im Garten. Wir drücken jetzt erst mal metaphorisch auf die Bremse, genießen den Ausblick, versuchen Nadira vom Rosenbeet fernzuhalten und freuen uns auf das große Aufblühen!

  • Frohe Weihnachten!

    Das am 24. Dezember Weihnachtsmusik aus den Boxen schallt, der Geruch von Rotkohl und anderen feinen Sachen aus der Küche dringt und wir unsere Zimmer schmücken ist nicht neu. Neu ist, dass wir zum ersten mal seit langer Zeit Tinas Geburtstag und somit auch unseren Hochzeitstag in der Ferne verbracht haben.

    Wir waren in Amsterdam. Ich zum ersten mal wirklich, ein Tag auf dem Flughafen Schipohl zählt ja wohl nicht. Unsere Hunde waren gut versorgt. Danke, Nico!
    Und ich habe mich verliebt, jawohl verliebt. Ich mag Multi-Kulti, bin nicht mal ansatzweise homophob, eher liberal (kein FDP-Wähler) und weltoffen. All das habe ich in Amsterdam gefunden. Jeder spricht Englisch, einige auch Deutsch, selbst Bedienungen in Restaurants können kaum niederländisch und sprechen mit Einheimischen Englisch. Das ginge hier gar nicht, leider.

    Tina und ich haben in Amsterdam 2 1/2 wunderschöne Tage verbracht. Die Krönung war ein Jazz Konzert. Einer meiner absoluten Lieblingspianisten, Mike del Ferro spielte in einem kleinen Club, finanziert durch einen Trägerverein. Die Karten kosteten gerade einmal 16,- Euro. Unverschämt, dafür kriegt man ja nicht mal eine Taylor-Swift-CD. Würde ich allerdings auch nicht haben wollen.
    Gestern am späten Nachmittag kamen wir wieder. Die Fahrten hin und zurück waren super. Liebe Politiker, wo bleibt eigentlich die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen? Das ist doch so viel entspannter mit 110 – 130 km/h.

    Sorry, dass ich dieses Jahr so wenig geschrieben habe. Aber hier war so viel los, dass die Zeit an uns vorbeiflog, einfach so. Im Sommer war Green-Keeping angesagt. Vertikutieren, Sanden, aufarbeiten…

    Wenn 30kg Hochgeschwindigkeits-Collie über den Rasen rasen (haha), dann muss der schon was aushalten. Und dann hatte ich endlich Gelegenheit richtig zu fliegen. Mein Flugzeug funktionierte gut, ich war über dem Harz und dem Weserbergland und sogar zwei mal im Havelland. Und alles wäre so schön, wenn diese Sch…-Salzgitter-AG unserem Verein nicht den Flugplatz gekündigt hätte. Leute, wenn wir in Deutschland noch mehr Flugplätze dicht machen ist unser Katastrophenschutz im Falle eines Falles aufgeschmissen. Na egal. Meine Fahrzeit zu meinem Flugzeug wird sich vervielfachen, so viel steht fest, aber so schnell gebe ich mein Hobby nicht auf.
    So, genug gewettert.

    Am ersten Oktober fielen ein paar sehr alte Bäume in unserem Garten, leider musste das sein, aber wir können ja neue setzen. Und dann haben wir im November noch die halbe Vorderfassade unseres Hauses auseinandergerissen und bodengleiche Fensterelemente statt der alten Fenster eingebaut. Zusätzlich haben wir noch die Tür zwischen Flur und Hauswirtschaftsraum versetzt und einen alten, gemauerten, nutzlosen Kamin im Flur weggerissen. Mehr Platz, mehr Licht, moderner und nutzbarer soll es werden. Wir hoffen im Januar, Februar innen fertig zu werden. Die Fassade machen wir bei angenehmeren Temperaturen.
    Eine Woche vor Abfahrt nach Amsterdam wurden die Arbeiten vorerst eingestellt und alles sauber gemacht. Und schwups ist Weihnachten, das Jahr fast zu Ende und ich möchte Euch nicht Weihnachten feiern lassen ohne meinen gewohnten Weihnachtspost.
    Also Ihr Lieben:

    Habt wunderschöne Weihnachten, habt Gesundheit, Freude und Frieden, ein paar schöne Festtage und dann …

  • Herzlichen Glückwunsch liebe Nadira!

    Mit einem Tag Verspätung gratulieren wir hier auf unserer Seite unsere süßen Colliemaus Nadira zum ersten Geburtstag. Leider hatten wir gestern ein paar Termine und den Rest der Zeit haben wir mit unseren Hunden verbracht. Deshalb der eine Tag Verspätung.

    Nun ist es ein Jahr her, dass wir auf der Welpenbewerberseite gesessen und auf die Geburt von Janakis Welpen gewartet haben. Boah war das spannend. Und das letzte Jahr ist vergangen wie im Fluge. Nadira ist nach wie vor das “Adoptivkind” von Dori. Wenn die kleine Dori allerdings die große Nadira im Stehen von unten putzt, sieht es eher aus, als würde Nadira ihren Welpen säugen. Schon komisch, dass Körpergröße bei Hunden kaum eine Rolle spielt.

    Lässt Nadira sich mal nicht so putzen, wie Dori das möchte, knurrt der kleine Kooiker den großen Collie auch mal an. Und wenn Mama schimpft, schmeißen sich 65cm Tricolor-Collie auf den Boden und bieten Bauch und Kehle dar. Glücklicherweise kann sich Nadira trotz dieser Übermutter auch schon selber putzen und manchmal hat man sogar das Gefühl, dass sich die fast erwachsene Nadira ein klein wenig für diese ständige Aufmerksamkeit von Dori schämt. Man ist schließlich kein Kind mehr.

    Für uns ist Nadira einfach nur eine riesengroße Freude. Inzwischen werden auch keine Tapeten, Teppiche oder Fußleisten mehr gefressen und Gottseidank ist dieses Riesenbaby noch verschmuster als alle anderen. Natürlich brauchen wir eigentlich ein größeres Sofa, da abends gerne auch mal Emmett, Dori und Nadira bei uns auf der Couch liegen wollen. Das geht zwar, aber für uns bleibt dann eher wenig Platz. Aber egal, schmusen mit den Wauzis ist halt wichtig, für beide Seiten.

    Gelegentlich frage ich mich, wie ich viereinhalb Jahre ohne Collie ausgekommen bin. Ich liebe Kooiker, aber ich habe eben auch diesen Langnasen-Fetisch und ich glaube nicht, dass sich das noch mal ändert.

    Nun gehabt Euch wohl liebe Freunde, genießt das schöne Wetter und die kommenden Feiertage. Bis bald!

  • Mimi †

    Gestern, am 19. März 2025, mussten wir unsere geliebte Mimi mit vierzehn Jahren und
    8 Monaten gehen lassen. Mimi hörte schon seit einiger Zeit praktisch nichts mehr und der graue Star raubte ihr immer mehr von ihrer Sicht. So sehr man ihr die Freude über den kleinen Collie-Welpen Nadira anmerkte, spürte man auch, dass sie langsam aber sicher dement wurde.

    Mit jedem Tag den Nadira älter wurde, bemühte sie sich mehr um Mimi, kuschelte und spielte mit ihr, wann immer Mimi das brauchte. Nach Nadiras Welpenzeit schlief Tina dann wieder eine Weile oben, aber die Nächte wurden lauter. Wenn Mimi nachts den Platz wechselte, sprang sie immer wieder mal auf einen Sessel, auf dem schon Dori lag und auch wenn Dori nur kurz Wauwau sagte, fiel das Rudel natürlich sofort ein und es wurde richtig laut.

    Also schlief Tina wieder auf der Faltmatratze im Esszimmer, das heißt eigentlich schliefen Mimi und Nadira dort und Tina durfte sich um sie herumfalten. Am wohlsten fühlte sich Mimi, wenn sie zwischen Nadira und Tina liegen konnte und die Nähe der Beiden spürte. Manchmal legte Mimi auch einfach ihren Kopf auf Nadira ab.

    In letzter Zeit wurde es auch immer schwieriger Mimi aus dem Garten ins Haus zu locken. Kaum hatte man ihre Aufmerksamkeit, schon lenkte sie irgendetwas ab. Nadira ließ Mimi nie allein im Garten, sie ging erst mit rein, wenn “Oma” auch mitkam. Leider wurde in den letzten Wochen auch Mimis Motorik immer schlechter. Sie stolperte auf kleinen Stufen und ihre Bewegungen wurden unkontrollierter.

    In den letzten vier Tagen ging es dann rapide bergab mit unserer Mimi und nachdem sie gestern auch noch massive Gleichgewichtsstörungen bekam, fuhren wir ein letztes mal zu Jan in die Praxis. Unsere tapfere Kämpferin hatte sich durch so viele Operationen und Probleme gekämpft. Kaiserschnitte, Blasensteine, gerissene Bänder und gebrochene Knochen konnten ihr nichts anhaben und so sehr wir uns gewünscht hätten, auch jetzt noch irgendetwas tun zu können, waren wir uns doch einig, dass es Zeit war los zu lassen.

    Hier trauert ein ganzes Rudel um Dich kleine Maus, denn Du hast unser aller Leben bereichert und Emmett seines sogar geschenkt. Nun mach Dich auf den Weg zu den anderen geliebten Seelen. Wir vermissen Euch alle so sehr.

  • Der Versuch eines Jahresrückblicks

    Der Versuch eines Jahresrückblicks auf 2024 wird mir geringfügig erschwert, da mir dauernd etwas sehr großes mit schwarzem Fell und einer weißen Halskrause die Sicht versperrt. Nadira hat die 60cm Schulterhöhe so lässig überschritten, dass wir uns nach einem günstigen Pferdeanhänger umschauen und den Bau eines Stalls im Garten planen. Okay, das war minimal übertrieben. Viel wichtiger ist, dass es unseren Mäusen gut geht. Daran freuen wir uns jeden Tag, denn wenn das letzte Jahr eines gezeigt hat, dann die Vergänglichkeit einer so unbeschwerten Zeit.

    Ich hatte noch zu Weihnachten `23 darüber geschrieben, wie fröhlich Faye geworden war, wieviel Spaß es machte mit ihr herumzualbern und dann, nicht mal acht Wochen später war sie nicht mehr bei uns. Sie hinterließ ein Loch voller Trauer und Schmerz, so groß, dass wir selbst als Nadira schon bei uns war, manchmal einfach losheulten, weil uns irgendetwas an Faye erinnerte.

    Doch schon wenige Wochen später wurde aus den ersten Kontakten zu Susanne Nassler so langsam diese gewisse Spannung. Es kam der fünfzigste Tag von Janakis Trächtigkeit, dann der fünfundfünfzigste, der sechzigste…

    Und dann endlich, am dreiundsechzigsten Tag, am 10. April, genau 17 Jahre nachdem wir entschieden hatten, dass Jussie bei uns bleiben würde, kamen sieben wunderschöne Colliewelpen zur Welt, davon drei Hündinnen. Einzig die Erstgeborene, deren Namen “Nadira” auch noch von mir kam, war ein Tricolor, so wie Jussie. Ich weiß gar nicht, wie viele komische Zufälle es gab, die leichtgläubige Menschen als “Zeichen” werten würden, die die Entscheidung für “Nadira vom Flörsbachtal” begleitet haben. Natürlich glauben wir nicht an so etwas, haben wir noch nie, werden wir auch nicht. (So ein Blödsinn!)

    Das gesamte Prozedere um ein neues, vierbeiniges Familienmitglied mal wieder aus dieser Perspektive zu erleben, war aufschlussreich, spannend, nervenaufreibend und schön zugleich und als Nadira zum ersten Mal mit unseren Kooikern frei durch den Garten lief, waren wir geradezu beseelt vor Glück. Ach so fühlt sich das also an 😉

    Was folgte waren Tage voller Glück, meistens jedenfalls. Ab und an kommt der jungen Dame nämlich die eine oder andere dumme Idee: “Garten umgraben, Wohnzimmer umgraben (wurde der Teppichboden etwa noch gebraucht?), Fußleisten abreißen und durchkauen, Tapete abreißen und durchkauen und so weiter und so fort”. Glücklicherweise ist Nadira ein Collie. Als nämlich ihre Adoptivmutter Dori solche Anwandlungen hatte (vor Jahren), hatte jegliche Kritik an ihrem Verhalten nur einen verständnislosen Blick ihrerseits zur Folge, egal in welcher Form oder Lautstärke man diese Kritik äußerte.

    Bei Nadira reicht es auf die betroffene Stelle an Wand oder Fußboden etc. zu zeigen und den Kopf zu schütteln. Nadira bricht dann vor lauter Schuldbewusstsein fast zusammen. Natürlich ist diese Zurschaustellung kaum vorstellbarer Zerknirschtheit vollkommen glaubwürdig, auch wenn es zu einem (nicht sehr viel) späteren Zeitpunkt ohne weiteres zu einer Wiederholung der Untat kommt. Wollten wir nicht sowieso mal wieder renovieren?

    Klar, kein Problem, es sind ja (bisher) nur vier Räume betroffen. Aber all das ist nur ein winziger Fleck auf einer ansonsten strahlend weißen Halskrause und die unglaubliche Liebe, die uns die Langnase entgegenbringt, die Lebensfreude, die sie verströmt und die vielen wundervollen Momente, die wir mit ihr, Dori, Mimi und auch Emmett haben, lassen diese kleinen Missgeschicke einfach verblassen.

    Emmett sorgte zum Ende des Jahres allerdings noch für einen großen Schreckmoment. Wir hatten schon eine Weile den Verdacht, dass sein Hodensack größer werden würde. Da er Anfang Dezember sowieso eine Zahnsteinentfernung benötigte, baten wir darum das gleich mit zu untersuchen und tatsächlich fand Jan einen relativ großen Tumor, der natürlich sofort entfernt wurde. Dass Emmett nun kastriert war, war uns völlig egal, viel wichtiger war die Frage, ob es sich um einen bösartigen oder einen gutartigen Tumor handeln würde. Nach fast zwei Wochen, pünktlich zum Fädenziehen kam dann die Entwarnung. Falls ihr also am Freitag den 13. Dezember ein Rumpeln gehört habt, das war das Gebirgsmassiv, welches uns von der Pumpe gekullert ist.

    Und so geht das Jahr 2024 langsam zu Ende. In Tinas Geburtstag – gleichzeitig unser neunundzwanzigster Hochzeitstag – haben wir ordentlich hineingefeiert, zu zweit. Wir haben das Jahr Revue passieren lassen, haben dabei leckere Flammkuchen gegessen und dann haben wir uns gemütlich ins Hide&Seek gesetzt und uns von Micha ein paar überaus leckere Cocktails auf Rumbasis servieren lassen. Kurz vor Feierabend konnten wir mit ihm dann noch ein wenig über Rum philosophieren und uns ein paar Anregungen für zu Hause mitnehmen. Auch wenn wir eher wenig Alkohol trinken, es ist fast ausschließlich hochwertiger und erlesener Rum, entweder pur oder mit diversen Zutaten, von selbstgemachtem Ingwersirup bis zu frisch gepressten Fruchtsäften.

    Zu Weihnachten haben wir dann noch ordentlich geschlemmt: Am Heiligabend gab es Pellkartoffeln mit Hering in Apfel-Dill-Sahne und an den Feiertagen Semmelknödel, Rotkraut und ganz traditionell mein sehr beliebtes Weihnachtsgulasch. Und für all diese Leckereien musste kein einziges Tier sterben. Das meiste war vegan, einzig die Semmelknödel enthielten zwei Eier von glücklichen Hühnern.

    So ihr Lieben, ich muss noch ein paar Sachen in der Küche vorbereiten, zum Beispiel frischen Ingwersirup kochen, der erstens sehr gesund ist und zweitens in Kombination mit verschiedenen (natürlich geheimen) anderen Ingredienzien einen absolut famosen Cocktail ergibt. In diesem Sinne also Prost! Kommt gut ins neue Jahr, trinkt nicht zu viel und wenn, dann etwas Gutes. Hochwertige Getränke statt Bumm, Peng und Gestank. Klingt das nicht nach einem Plan?

    Gehabt Euch wohl! Eure Bande aus Salli (Autor), Tina, Nadira, Emmett(ine), Mimi und Dori (heute mal absteigend nach Größe sortiert )