• Frohe Weihnachten!

    Das am 24. Dezember Weihnachtsmusik aus den Boxen schallt, der Geruch von Rotkohl und anderen feinen Sachen aus der Küche dringt und wir unsere Zimmer schmücken ist nicht neu. Neu ist, dass wir zum ersten mal seit langer Zeit Tinas Geburtstag und somit auch unseren Hochzeitstag in der Ferne verbracht haben.

    Wir waren in Amsterdam. Ich zum ersten mal wirklich, ein Tag auf dem Flughafen Schipohl zählt ja wohl nicht. Unsere Hunde waren gut versorgt. Danke, Nico!
    Und ich habe mich verliebt, jawohl verliebt. Ich mag Multi-Kulti, bin nicht mal ansatzweise homophob, eher liberal (kein FDP-Wähler) und weltoffen. All das habe ich in Amsterdam gefunden. Jeder spricht Englisch, einige auch Deutsch, selbst Bedienungen in Restaurants können kaum niederländisch und sprechen mit Einheimischen Englisch. Das ginge hier gar nicht, leider.

    Tina und ich haben in Amsterdam 2 1/2 wunderschöne Tage verbracht. Die Krönung war ein Jazz Konzert. Einer meiner absoluten Lieblingspianisten, Mike del Ferro spielte in einem kleinen Club, finanziert durch einen Trägerverein. Die Karten kosteten gerade einmal 16,- Euro. Unverschämt, dafür kriegt man ja nicht mal eine Taylor-Swift-CD. Würde ich allerdings auch nicht haben wollen.
    Gestern am späten Nachmittag kamen wir wieder. Die Fahrten hin und zurück waren super. Liebe Politiker, wo bleibt eigentlich die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen? Das ist doch so viel entspannter mit 110 – 130 km/h.

    Sorry, dass ich dieses Jahr so wenig geschrieben habe. Aber hier war so viel los, dass die Zeit an uns vorbeiflog, einfach so. Im Sommer war Green-Keeping angesagt. Vertikutieren, Sanden, aufarbeiten…

    Wenn 30kg Hochgeschwindigkeits-Collie über den Rasen rasen (haha), dann muss der schon was aushalten. Und dann hatte ich endlich Gelegenheit richtig zu fliegen. Mein Flugzeug funktionierte gut, ich war über dem Harz und dem Weserbergland und sogar zwei mal im Havelland. Und alles wäre so schön, wenn diese Sch…-Salzgitter-AG unserem Verein nicht den Flugplatz gekündigt hätte. Leute, wenn wir in Deutschland noch mehr Flugplätze dicht machen ist unser Katastrophenschutz im Falle eines Falles aufgeschmissen. Na egal. Meine Fahrzeit zu meinem Flugzeug wird sich vervielfachen, so viel steht fest, aber so schnell gebe ich mein Hobby nicht auf.
    So, genug gewettert.

    Am ersten Oktober fielen ein paar sehr alte Bäume in unserem Garten, leider musste das sein, aber wir können ja neue setzen. Und dann haben wir im November noch die halbe Vorderfassade unseres Hauses auseinandergerissen und bodengleiche Fensterelemente statt der alten Fenster eingebaut. Zusätzlich haben wir noch die Tür zwischen Flur und Hauswirtschaftsraum versetzt und einen alten, gemauerten, nutzlosen Kamin im Flur weggerissen. Mehr Platz, mehr Licht, moderner und nutzbarer soll es werden. Wir hoffen im Januar, Februar innen fertig zu werden. Die Fassade machen wir bei angenehmeren Temperaturen.
    Eine Woche vor Abfahrt nach Amsterdam wurden die Arbeiten vorerst eingestellt und alles sauber gemacht. Und schwups ist Weihnachten, das Jahr fast zu Ende und ich möchte Euch nicht Weihnachten feiern lassen ohne meinen gewohnten Weihnachtspost.
    Also Ihr Lieben:

    Habt wunderschöne Weihnachten, habt Gesundheit, Freude und Frieden, ein paar schöne Festtage und dann …

  • Herzlichen Glückwunsch liebe Nadira!

    Mit einem Tag Verspätung gratulieren wir hier auf unserer Seite unsere süßen Colliemaus Nadira zum ersten Geburtstag. Leider hatten wir gestern ein paar Termine und den Rest der Zeit haben wir mit unseren Hunden verbracht. Deshalb der eine Tag Verspätung.

    Nun ist es ein Jahr her, dass wir auf der Welpenbewerberseite gesessen und auf die Geburt von Janakis Welpen gewartet haben. Boah war das spannend. Und das letzte Jahr ist vergangen wie im Fluge. Nadira ist nach wie vor das „Adoptivkind“ von Dori. Wenn die kleine Dori allerdings die große Nadira im Stehen von unten putzt, sieht es eher aus, als würde Nadira ihren Welpen säugen. Schon komisch, dass Körpergröße bei Hunden kaum eine Rolle spielt.

    Lässt Nadira sich mal nicht so putzen, wie Dori das möchte, knurrt der kleine Kooiker den großen Collie auch mal an. Und wenn Mama schimpft, schmeißen sich 65cm Tricolor-Collie auf den Boden und bieten Bauch und Kehle dar. Glücklicherweise kann sich Nadira trotz dieser Übermutter auch schon selber putzen und manchmal hat man sogar das Gefühl, dass sich die fast erwachsene Nadira ein klein wenig für diese ständige Aufmerksamkeit von Dori schämt. Man ist schließlich kein Kind mehr.

    Für uns ist Nadira einfach nur eine riesengroße Freude. Inzwischen werden auch keine Tapeten, Teppiche oder Fußleisten mehr gefressen und Gottseidank ist dieses Riesenbaby noch verschmuster als alle anderen. Natürlich brauchen wir eigentlich ein größeres Sofa, da abends gerne auch mal Emmett, Dori und Nadira bei uns auf der Couch liegen wollen. Das geht zwar, aber für uns bleibt dann eher wenig Platz. Aber egal, schmusen mit den Wauzis ist halt wichtig, für beide Seiten.

    Gelegentlich frage ich mich, wie ich viereinhalb Jahre ohne Collie ausgekommen bin. Ich liebe Kooiker, aber ich habe eben auch diesen Langnasen-Fetisch und ich glaube nicht, dass sich das noch mal ändert.

    Nun gehabt Euch wohl liebe Freunde, genießt das schöne Wetter und die kommenden Feiertage. Bis bald!

  • Mimi †

    Gestern, am 19. März 2025, mussten wir unsere geliebte Mimi mit vierzehn Jahren und
    8 Monaten gehen lassen. Mimi hörte schon seit einiger Zeit praktisch nichts mehr und der graue Star raubte ihr immer mehr von ihrer Sicht. So sehr man ihr die Freude über den kleinen Collie-Welpen Nadira anmerkte, spürte man auch, dass sie langsam aber sicher dement wurde.

    Mit jedem Tag den Nadira älter wurde, bemühte sie sich mehr um Mimi, kuschelte und spielte mit ihr, wann immer Mimi das brauchte. Nach Nadiras Welpenzeit schlief Tina dann wieder eine Weile oben, aber die Nächte wurden lauter. Wenn Mimi nachts den Platz wechselte, sprang sie immer wieder mal auf einen Sessel, auf dem schon Dori lag und auch wenn Dori nur kurz Wauwau sagte, fiel das Rudel natürlich sofort ein und es wurde richtig laut.

    Also schlief Tina wieder auf der Faltmatratze im Esszimmer, das heißt eigentlich schliefen Mimi und Nadira dort und Tina durfte sich um sie herumfalten. Am wohlsten fühlte sich Mimi, wenn sie zwischen Nadira und Tina liegen konnte und die Nähe der Beiden spürte. Manchmal legte Mimi auch einfach ihren Kopf auf Nadira ab.

    In letzter Zeit wurde es auch immer schwieriger Mimi aus dem Garten ins Haus zu locken. Kaum hatte man ihre Aufmerksamkeit, schon lenkte sie irgendetwas ab. Nadira ließ Mimi nie allein im Garten, sie ging erst mit rein, wenn „Oma“ auch mitkam. Leider wurde in den letzten Wochen auch Mimis Motorik immer schlechter. Sie stolperte auf kleinen Stufen und ihre Bewegungen wurden unkontrollierter.

    In den letzten vier Tagen ging es dann rapide bergab mit unserer Mimi und nachdem sie gestern auch noch massive Gleichgewichtsstörungen bekam, fuhren wir ein letztes mal zu Jan in die Praxis. Unsere tapfere Kämpferin hatte sich durch so viele Operationen und Probleme gekämpft. Kaiserschnitte, Blasensteine, gerissene Bänder und gebrochene Knochen konnten ihr nichts anhaben und so sehr wir uns gewünscht hätten, auch jetzt noch irgendetwas tun zu können, waren wir uns doch einig, dass es Zeit war los zu lassen.

    Hier trauert ein ganzes Rudel um Dich kleine Maus, denn Du hast unser aller Leben bereichert und Emmett seines sogar geschenkt. Nun mach Dich auf den Weg zu den anderen geliebten Seelen. Wir vermissen Euch alle so sehr.

  • Der Versuch eines Jahresrückblicks

    Der Versuch eines Jahresrückblicks auf 2024 wird mir geringfügig erschwert, da mir dauernd etwas sehr großes mit schwarzem Fell und einer weißen Halskrause die Sicht versperrt. Nadira hat die 60cm Schulterhöhe so lässig überschritten, dass wir uns nach einem günstigen Pferdeanhänger umschauen und den Bau eines Stalls im Garten planen. Okay, das war minimal übertrieben. Viel wichtiger ist, dass es unseren Mäusen gut geht. Daran freuen wir uns jeden Tag, denn wenn das letzte Jahr eines gezeigt hat, dann die Vergänglichkeit einer so unbeschwerten Zeit.

    Ich hatte noch zu Weihnachten `23 darüber geschrieben, wie fröhlich Faye geworden war, wieviel Spaß es machte mit ihr herumzualbern und dann, nicht mal acht Wochen später war sie nicht mehr bei uns. Sie hinterließ ein Loch voller Trauer und Schmerz, so groß, dass wir selbst als Nadira schon bei uns war, manchmal einfach losheulten, weil uns irgendetwas an Faye erinnerte.

    Doch schon wenige Wochen später wurde aus den ersten Kontakten zu Susanne Nassler so langsam diese gewisse Spannung. Es kam der fünfzigste Tag von Janakis Trächtigkeit, dann der fünfundfünfzigste, der sechzigste…

    Und dann endlich, am dreiundsechzigsten Tag, am 10. April, genau 17 Jahre nachdem wir entschieden hatten, dass Jussie bei uns bleiben würde, kamen sieben wunderschöne Colliewelpen zur Welt, davon drei Hündinnen. Einzig die Erstgeborene, deren Namen „Nadira“ auch noch von mir kam, war ein Tricolor, so wie Jussie. Ich weiß gar nicht, wie viele komische Zufälle es gab, die leichtgläubige Menschen als „Zeichen“ werten würden, die die Entscheidung für „Nadira vom Flörsbachtal“ begleitet haben. Natürlich glauben wir nicht an so etwas, haben wir noch nie, werden wir auch nicht. (So ein Blödsinn!)

    Das gesamte Prozedere um ein neues, vierbeiniges Familienmitglied mal wieder aus dieser Perspektive zu erleben, war aufschlussreich, spannend, nervenaufreibend und schön zugleich und als Nadira zum ersten Mal mit unseren Kooikern frei durch den Garten lief, waren wir geradezu beseelt vor Glück. Ach so fühlt sich das also an 😉

    Was folgte waren Tage voller Glück, meistens jedenfalls. Ab und an kommt der jungen Dame nämlich die eine oder andere dumme Idee: „Garten umgraben, Wohnzimmer umgraben (wurde der Teppichboden etwa noch gebraucht?), Fußleisten abreißen und durchkauen, Tapete abreißen und durchkauen und so weiter und so fort“. Glücklicherweise ist Nadira ein Collie. Als nämlich ihre Adoptivmutter Dori solche Anwandlungen hatte (vor Jahren), hatte jegliche Kritik an ihrem Verhalten nur einen verständnislosen Blick ihrerseits zur Folge, egal in welcher Form oder Lautstärke man diese Kritik äußerte.

    Bei Nadira reicht es auf die betroffene Stelle an Wand oder Fußboden etc. zu zeigen und den Kopf zu schütteln. Nadira bricht dann vor lauter Schuldbewusstsein fast zusammen. Natürlich ist diese Zurschaustellung kaum vorstellbarer Zerknirschtheit vollkommen glaubwürdig, auch wenn es zu einem (nicht sehr viel) späteren Zeitpunkt ohne weiteres zu einer Wiederholung der Untat kommt. Wollten wir nicht sowieso mal wieder renovieren?

    Klar, kein Problem, es sind ja (bisher) nur vier Räume betroffen. Aber all das ist nur ein winziger Fleck auf einer ansonsten strahlend weißen Halskrause und die unglaubliche Liebe, die uns die Langnase entgegenbringt, die Lebensfreude, die sie verströmt und die vielen wundervollen Momente, die wir mit ihr, Dori, Mimi und auch Emmett haben, lassen diese kleinen Missgeschicke einfach verblassen.

    Emmett sorgte zum Ende des Jahres allerdings noch für einen großen Schreckmoment. Wir hatten schon eine Weile den Verdacht, dass sein Hodensack größer werden würde. Da er Anfang Dezember sowieso eine Zahnsteinentfernung benötigte, baten wir darum das gleich mit zu untersuchen und tatsächlich fand Jan einen relativ großen Tumor, der natürlich sofort entfernt wurde. Dass Emmett nun kastriert war, war uns völlig egal, viel wichtiger war die Frage, ob es sich um einen bösartigen oder einen gutartigen Tumor handeln würde. Nach fast zwei Wochen, pünktlich zum Fädenziehen kam dann die Entwarnung. Falls ihr also am Freitag den 13. Dezember ein Rumpeln gehört habt, das war das Gebirgsmassiv, welches uns von der Pumpe gekullert ist.

    Und so geht das Jahr 2024 langsam zu Ende. In Tinas Geburtstag – gleichzeitig unser neunundzwanzigster Hochzeitstag – haben wir ordentlich hineingefeiert, zu zweit. Wir haben das Jahr Revue passieren lassen, haben dabei leckere Flammkuchen gegessen und dann haben wir uns gemütlich ins Hide&Seek gesetzt und uns von Micha ein paar überaus leckere Cocktails auf Rumbasis servieren lassen. Kurz vor Feierabend konnten wir mit ihm dann noch ein wenig über Rum philosophieren und uns ein paar Anregungen für zu Hause mitnehmen. Auch wenn wir eher wenig Alkohol trinken, es ist fast ausschließlich hochwertiger und erlesener Rum, entweder pur oder mit diversen Zutaten, von selbstgemachtem Ingwersirup bis zu frisch gepressten Fruchtsäften.

    Zu Weihnachten haben wir dann noch ordentlich geschlemmt: Am Heiligabend gab es Pellkartoffeln mit Hering in Apfel-Dill-Sahne und an den Feiertagen Semmelknödel, Rotkraut und ganz traditionell mein sehr beliebtes Weihnachtsgulasch. Und für all diese Leckereien musste kein einziges Tier sterben. Das meiste war vegan, einzig die Semmelknödel enthielten zwei Eier von glücklichen Hühnern.

    So ihr Lieben, ich muss noch ein paar Sachen in der Küche vorbereiten, zum Beispiel frischen Ingwersirup kochen, der erstens sehr gesund ist und zweitens in Kombination mit verschiedenen (natürlich geheimen) anderen Ingredienzien einen absolut famosen Cocktail ergibt. In diesem Sinne also Prost! Kommt gut ins neue Jahr, trinkt nicht zu viel und wenn, dann etwas Gutes. Hochwertige Getränke statt Bumm, Peng und Gestank. Klingt das nicht nach einem Plan?

    Gehabt Euch wohl! Eure Bande aus Salli (Autor), Tina, Nadira, Emmett(ine), Mimi und Dori (heute mal absteigend nach Größe sortiert )

  • Frohe Weihnachten!

    Schon wieder Weihnachten? Hatte ich nicht gerade erst einen Weihnachtsbeitrag geschrieben? Mussten wir nicht gerade erst unsere geliebte Faye gehen lassen, haben zum ersten mal Nadira auf dem Arm gehabt, sie abgeholt, waren wir nicht gerade erst …

    Oh, tatsächlich, überall glitzern Weihnachtsbäume in den Gärten, aus den Lautsprechern klingt leise jazzige Weihnachtsmusik und Nadira ist eine wunderschöne Colliehündin geworden, mit ca. 63cm Schulterhöhe, eben noch eine richtige junge Lady, nur um im nächsten Augenblick ein verrückter Pubär zu sein, der lauter Flausen im Kopf hat.

    So schnell vergeht ein Jahr und vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit mal in die Bremse zu treten und das Weihnachtsfest ruhig und beschaulich anzugehen.

    Vielleicht sollte man jetzt sein Handy nehmen, und statt irgendwelcher sozialen Medien mal die Bilder des letzten Jahres durchschauen, dann seine Lieben ansehen und glücklich und zufrieden sein.

    Ich bin es, auch wenn das Jahr mal anstrengend, mal traurig oder nervig war. Ich halte mich einfach an all dem Positiven fest und sauge die schönen Bilder in mich auf und Tina hält es genau so. Und so bleibt uns nur Euch zu wünschen, dass Ihr genug Schönes in diesem Jahr hattet, um es uns gleich zu tun. Habt Frohe Weihnachten, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und eine schöne Zeit mit Euren Lieben!

    Salli&Tina

  • Weisst Du noch …?

    … ist eine Frage, die in unserer kleinen Familie gerade in letzter Zeit häufig gestellt wird. Seltener von den Vierbeinern und umso häufiger von uns. Heute würde Faye ihren dreizehnten Geburtstag feiern, wenn …

    Faye hat in ihren ersten Monaten bei uns genauso gerne auf Kordeln und ähnlichem herumgekaut wie heute Nadira und immer mal wieder war auch ein Schuh unter den durchaus anknabberungswürdig erscheinenden Dingen – bei Beiden. Manchmal glaube ich fast, dass Smilla, Jussie und Faye uns zusammen diesen wundervollen Collie ausgesucht haben.

    Auf jeden Fall tut Nadira unserer kleinen Dori unglaublich gut und hat aus der achtjährigen Tochter eine kleine Adoptivmama gemacht. Sie wirkt zufrieden und ausgeglichen. Oh wie sehr uns das freut.

    Und kaum war man mal wieder im Hier und Jetzt, wandern die Gedanken schon wieder in die Vergangenheit. Wie plötzlich war Faye in unser Leben getreten? Wie wundervoll waren die zwei Würfe, die wir mit ihr machen durften? Wie viele heutige Kooiker-Ahnentafeln enthalten ihren Namen? Weißt Du noch, als Faye …?

    Schöne Erinnerungen sind oft mit Schmerz verbunden und das ist auch gut so. Es zeigt uns, wie sehr wir an Menschen, Tieren oder manchmal sogar Dingen gehangen haben. Und es zeigt mir, dass ich die wunderbare Zeit mit all meinen Lieben nicht als selbstverständlich nehmen darf. Zu schnell können wundervolle Dinge grausam enden. Und so nehme ich mir heute viel bewusster Zeit mit meinen Hunden, schaue ihnen in die Augen und versuche den Augenblick zu genießen, dieses Vertrauen, diese Liebe, all das, mit dem uns Faye zwölf wunderbare Jahre überschüttet hat. Danke Du kleine wundervolle Seele, Danke!

  • Nadira ist überragend…

    … wie man deutlich sieht. Apropos „Sehen“: Habt Ihr schon unsere neue Startseite bewundert? Na gut, bisher sind noch recht wenig Bilder im Slider, aber das wird noch mehr. Außerdem wollte ich das Design vereinfachen und inzwischen ist ja schon der eine oder andere Menüpunkt rausgeflogen. Auch unsere „Wer wir sind“ Seite habe ich ein wenig geändert. Denn auch wenn Faye, Smilla und Jussie nicht mehr hier bei uns sein können, gehören die doch zu uns. Aber unsere Homepage ist ja nun mal für Euch und auch Neu-Leser sollen sich ja bei uns zurechtfinden.

    Ja, Nadira ist groß geworden. Inzwischen ist sie locker über 50cm (Schulter) hoch, ihr Körperbau ist athletisch und in punkto Speed hält keiner mehr mit. Allerdings kann Emmett sehr enge Kurven und Haken schlagen, pfui, wie gemein (Grins). Und ja, Nadira hat Stehohren, was mir ungefähr so egal ist, wie die Position irgendeines Felsblocks am Olympus Mons (Mars). Das was zählt, ist Gesundheit und Wesen und jessas, was hat sich dieses kleine (?) Etwas gemausert. Nadira ist so schrecklich lieb und süß, dass man ständig dahinschmelzen möchte. Sie ist ganz viel bei uns und wenn irgendwas am Küchenfußboden nicht in Ordnung ist und wir in der Küche knien, dann legt sie sich wie selbstverständlich neben uns, lauscht meinen Ausführungen und ist sehr daran interessiert, wie wir das Problem lösen wollen.

    Nadira spielt sehr gerne Ball, was mich freut, schließlich erinnert es mich immer ein wenig an meine geliebte Smilla. Aber sie ist nicht ganz so fanatisch wie Smilla es war. Außerdem bringt sie uns den Ball und gibt ihn uns. Das Wort „meiner“ bringt sie sofort dazu loszulassen. Ich werd‘ noch narrisch, so begeistert bin ich von dieser Maus.

    Auch den Anderen geht es eigentlich ziemlich gut. Mimi hat eine leichte Augenentzündung und Dori hatte irgendwas Allergisches am Bauch. Kratzen und Beißen hat den Bauch wund gemacht und es braucht wohl noch ein paar Tage bis alles wieder normal ist. Aber der Juckreiz ist wohl weg, also kann jetzt alles abheilen.

    Und wir kämpfen uns von Baustelle zu Baustelle. Projekte gibt es immer und ständig geht irgendetwas kaputt. Also ganz normales Hausbesitzerdasein. Und so geht wieder mal ein kurzer Beitrag zu Ende. Bis in Bälde Ihr Lieben. Macht Euch noch ein paar schöne Spätsommer-Tage und bleibt gesund.

  • Mein ganz persönliches „Photo 2024“

    Nachdem mein Gesicht eine Zeit lang „wegen Überflutung geschlossen war“, komme ich jetzt doch noch dazu, Euch mein ganz persönliches „Photo 2024“ zu zeigen und Euch ein Update zu geben, wie es uns so ergeht:

    Nadira wächst immer noch, was wahrscheinlich niemanden besonders verwundert, sie ist jetzt etwa 50cm hoch (Schulter) und wiegt knapp 15kg. So langsam lichten sich die Reihen Ihrer Vorderzähne, doch die endgültigen Zähne kommen schon durch. Ihre Milch-Canini sitzen allerdings noch bombenfest und sind nadelspitz wie zu Anfang. Aber die merkt man nur noch beim allzu wilden Spiel und es sind dann eher unglückliche Zusammenstöße, denn absichtliches Beißen. Sagt man „Au“, leckt sie sofort die Stelle, von der sie meint, dass sie weh tun könnte. Außerdem ist die kleine (Haha) Langnase überaus schmusig, häufig mit abrupten Wechseln zu verspielt oder auch mal „wilde Hilde“. All das kommt mir ziemlich normal vor für einen Welpen, der gerade seinen viermonatigen Geburtstag gefeiert hat, aber dazu später mehr.

    Mimi geht es nach wie vor recht gut, wenn sie auch manchmal etwas übellaunig ist. Dann schnappt sie auch mal in Richtung Nadira, was Dori als Adoptivmama natürlich mit Skepsis betrachtet, wenn man es wohlwollend ausdrücken will.

    Dori geht in Ihrer Mutterrolle auf, auch wenn Nadira inzwischen locker zehn Zentimeter größer ist als sie. Da entwickelt sich eine sehr enge Bindung, die Dori wirklich gut tut.

    Sie ist weitaus ruhiger und gelassener als früher. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass ich hier im Haus langsam aber sicher der „Zwanghafteste“ bin (Grins).

    Emmett hat etwas mehr Ruhe als noch vor wenigen Wochen. Trotzdem spielt er oft und gerne mit der „kleinen“ Großen, was auf Gegenseitigkeit beruht. Allerdings versucht Nadira ihn immer mal wieder zu maßregeln und packt ihn – hauptsächlich wenn er in Richtung Haustür/Flur kläfft – im Nacken. Das geht natürlich nicht und wird von uns auch unterbunden.

    Nun aber zum Titelbild und Nadiras „Viermonatigem“: Gestern am 10. August wurde Nadira vier Monate alt und bekam ihren ersten „Willy“ geschenkt, einen schwarz/gelben, weichen Ball, so wie die, die auch schon Smilla so geliebt hat. Ja, und als sie ihn dann so in ihrer süßen Schnute hatte, war es um mich geschehen, ich heulte mir die Augen aus dem Koppe. Natürlich war auch Schmerz dabei, aber hauptsächlich war das Freude, himmelherrgott, wie sehr habe ich eine Langnase in meinem Leben vermisst.

    Nadira ist anders als Smilla, Justin oder Alice. Aber sie bereichert unser Leben genau so sehr wie unsere bisherigen Langnasen und sie ist aus unserem Leben keinesfalls mehr wegzudenken. In diesem Sinne liebe Leser: Habt noch ein paar schöne Tage, achtet auf Gewitter und andere Unbillen der Natur und passt auf Euch auf. Bis bald!

  • Gestatten: Käthe Rakete

    Mein Name ist Rakete! Käthe Rakete! Zumindest nennt man mich hier ab und zu so und das finde ich totaaal gut. Schließlich bin ich fast so schnell wie eine Rakete. Eigentlich heiße ich ja Nadira. Aber die männliche Hälfte meiner menschlichen Familie ist so unheimlich kreativ (meint er zumindest!), dass ich immer mal wieder neue Namen bekomme. Wenn ich zum Beispiel in irgendetwas Tolles hineinbeiße (Arme, Beine, Zehen, Teppich, Kissen…), sagt MM (männlicher Mensch) immer: „Keine Zähne Helene!“. Boah, wie doof. Wenn ich dann nicht gleich aufhöre, nennt er mich „Käthe Kröte“. Boah, wie gemein!

    Ansonsten ist es hier eigentlich ziemlich toll! WM (ihr könnt Euch sicher denken, was das heißt) mischt echt tolles Futter zusammen und schläft bei uns Hunden auf dem Boden. Wann immer ich möchte, kann ich zu ihr kommen und mit ihr kuscheln. Der MM verzieht sich abends immer nach oben. Tagsüber ist er allerdings auch ab und zu richtig lieb, krault mich, spielt mit mir und schreibt für mich Beiträge. Geht ja auch nicht anders, Tastatur ist zu klein und mit der Spracheingabe hapert’s auch. Also sage ich MM, was er schreiben soll und er macht sich gar nicht so schlecht als Ghostwriter, oder?

    Die anderen Hunde hier sind toll. Papa-Bär spielt viel mit mir. Seit ich allerdings größer bin als er (Ha, na endlich), versucht er immer mal wieder auf meinen Po zu klettern. Aber ich bin ja nicht dumm! Lass ich mich einfach fallen und dann dreh ich richtig auf. Manchmal frustet ihn das so, dass er wegrennt.

    Armer Kerl! Was will er denn erst machen, wenn ich richtig groß bin?

    Dori macht immer noch einen auf Mama und putzt mich. Pah, bin doch schon selber groß und kann mich alleine putzen. Also versuche ich täglich sie zum spielen zu bewegen. Klappt inzwischen auch ab und zu, seht selbst.

    Also, eins sage ich Euch: Ich kann mich nicht beklagen. Auch Oma Mimi ist eigentlich recht lustig. Da sie nix mehr hört, kann man sich von hinten anschleichen und dann knapp an ihr vorbeisausen. Meistens nimmt sie das mit Humor und wenn nicht, schimpft sie nur ein bisschen, nix schlimmes. Leider wollte sie nicht mit auf’s Familienbild. Schade!

    Also, liebe Lang- und Nicht-ganz-so-lang-Nasen-Freunde, macht es gut. Ich hoffe MM hört demnächst auf so zu tun, als hätte er ganz dolle Rückenschmerzen. Dann kommen meine Berichte auch häufiger. Alternativ kann er ja auch eine Pfoten-gerechte Tastatur anschaffen. Bis baaahald!!!

  • Das Emmett-Phänomen

    Wer schon einmal einen Welpen hatte, kennt das: Die Zeit rennt an einem vorbei. War Nadira nicht erst vor ein paar Tagen hier angekommen? Nö, es waren tatsächlich vier! Wochen. Boah! Also nehme ich das – opportunistisch, wie ich bin – als wundervolle Entschuldigung, warum dieser Beitrag nicht früher kam.

    Nachdem ich mir also quasi eine Dispens verschafft habe, ein kurzer Abriss, wie es den Mäusen geht: GUT! Reicht nicht? Ok, dann etwas ausführlicher:

    Nadiras Verhalten hat sich wieder im Norm-Bereich eingependelt. Sie ist nicht mehr ganz so brav, aber weit davon entfernt uns in die Verzweiflung zu treiben. Meistens ist sie zuckersüß, ist geradezu zärtlich und liebevoll und gehorcht auf’s Wort. Nur manchmal frisst sie Schuhe (nur die Gummiklogs aus dem Garten oder Hausschuhe …) und wenn es dann mit ihr durchgeht, nagt sie meistens an Papa-Bär Emmett herum, nur noch selten an uns. Also ganz einfach: Süßer Welpe!

    Emmett ist nach wie vor Chef, Papa, Trainer, Erzieher und Spielpartner. Und er macht das wirklich toll. Sein Glück, dass er „Hunde-Judo“ beherrscht und Nadira recht schnell auf’s Kreuz legen kann. Noch! Nachtrag zu Nadira: Sie wächst weiter, armer Emmi.

    Dori geht in ihrer Mutterrolle auf und lernt langsam aber sicher „Collish“. Den Begriff habe ich mal wieder erfunden. Aber Tatsache ist eben auch, dass Kooiker und Collie tatsächlich einen etwas anderen Dialekt von Hund sprechen. Dori macht das schon sehr gut, reißt Ihre Schnute weit auf, grunz-knurrt mit Nadira im Chor und dann nagen sie sich gegenseitig an Nasen und Schnute herum. Wir vermessen Doris Nase täglich. Wird sie länger, haben wir wohl ein Problem.

    Mimi ist und bleibt Mimi. Passt ihr etwas nicht, wird sie kurz fuchtig. Sie schläft etwas mehr als die Anderen und manchmal überkommt sie plötzlich der Schalk und sie spielt einen der anderen Drei an, meistens Emmett. Gesundheitlich ist sie eher besser unterwegs, als es Alter und durchgemachte OPs schließen lassen würden. Schön! Weiter so!

    Aber jetzt zum Emmett-Phänomen. Die Bezeichnung stammt natürlich mal wieder von mir, aber wir waren uns ja einig, dass das Erfinden von Namen und Worten voll mein Ding ist. Oder?

    So, jetzt aber: Das Emmett-Phänomen ist im Grunde genommen nichts anderes als das Gegenteil vom Welpenkoller, der übrigens nahezu zeitgleich bei der Familie von Nadiras Schwester auftrat.

    Emmett wurde uns ja sehr negativ geschildert. Wir waren also auf einen aggressiven, vielleicht sogar bissigen Rüden eingestellt. Die recht häufig im Internet zu findenden Kooiker-Rüden, mit ähnlich beschriebenem Verhalten, nährten diese Befürchtungen natürlich. Dann kam Emmett zu uns und das Fehlen der beschriebenen, negativen Eigenschaften überraschte uns positiv, was unsere Einstellung ihm gegenüber natürlich positiv überhöhte. Auch das hat sicher dazu beigetragen, dass es Emmett leichter hatte sich einzugewöhnen und angenommen zu werden. Also: wie schon geschrieben, ist das Emmett-Phänomen quasi das Gegenteil vom Welpenkoller.

    In der Kognitions-Psychologie nennt man das „Priming“. Schon in den späten Sechzigern und vermehrt in den Siebzigern wurden „kognitive Verzerrungen“ wie diese in der Werbung eingesetzt. Heute wird es langsam aber sicher zum Problem, denn es gibt fast Niemanden, der sich scheut diese Tricks in den sozialen Medien, insbesondere in den sogenannten sozialen Echokammern einzusetzen. Den Erfolg sehen wir spätestens seit 2015. Angefangen mit der Flüchtlingsdebatte, über die Pandemie bis zum Ukraine-Krieg, haben von Putin bezahlte Leute nahezu alles versucht, Europa zu destabilisieren. Ich reagiere auf diese vorgefassten Meinungen, aber vor allem auf die von allen Seiten geteilten Posts, Bilder und Geschichten zu den o.g. Themen überaus allergisch.

    Jedenfalls gilt eines: Verändere ich Deine Einstellung, zum Beispiel in dem ich Dir ein und die gleiche Message nur oft genug, leicht abgewandelt präsentiere (zusätzlich „Wahrheitseffekt“ also Tendenz, wiederholt gemachte Aussagen eher zu glauben als einmal genannte), wirst Du alles, was halbwegs dazu passt, sofort dementsprechend einordnen und Deine Voreinstellung wird sich verstärken. Geschieht etwas Gegenteiliges, wirst Du es entweder nicht glauben oder den Unterschied als erheblich stärker empfinden. Priming ist die – wohlgemerkt etwas vereinfachte – Erklärung für Welpenkoller und Emmett-Phänomen. „By the way“, ist Emmett wirklich phänomenal.

    Priming ist übrigens nur eine von vielen kognitiven Verzerrrungen. Werbetreibende, Politik, fremde Nationen und auch Betrüger nutzen heute viele dieser Möglichkeiten. Passt also auf Eure Gehirne auf, sie sind leider recht einfach zu täuschen. Wer mehr darüber erfahren will, hier ein Buchtipp (auch für Laien recht gut lesbar und überaus interessant):

    Daniel Kahneman; „Schnelles Denken, langsames Denken“. (Link zu Thalia)

    So, ich geh jetzt den Welpen knuddeln. Gehabt Euch wohl, bis demnächst auf dieser Website!